Sommerliche Temperaturen setzen Lebensmitteln zu - Kassenvorteil
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Sommerliche Temperaturen setzen Lebensmitteln zu

Brot, Schimmel, Verdorben
Foto: Pixabay.com

Ob Picknick im Grünen, Gartenparty oder Grillabend mit Freunden auf der Terrasse: Im Sommer genießen wir es, die Mahlzeiten im Freien einzunehmen. Doch ist zu beachten, dass Nahrungsmittel bei sommerlichen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit schneller verderben, da sich Mikroorganismen dann besonders gut und rasch vermehren. So verdirbt etwa Fleisch laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 20 Grad zehnmal schneller als bei 0 Grad.

Der Verzehr verdorbener Lebensmittel kann zu einer Lebensmittelinfektion führen. Jährlich erkranken in Deutschland einige hunderttausend Menschen daran, die Mehrzahl davon im Sommer. Im Fall einer Infektion dringen bakterielle, virale oder parasitäre Erreger, zum Beispiel Salmonellen oder E. Coli-Stämme, über Speisen in den Magen-Darm-Trakt und vermehren sich dort. Betroffene leiden unter Übelkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen, Durchfall oder Fieber. „Die Symptome treten rasch nach dem Verzehr befallener Nahrungsmittel auf und klingen in der Regel nach wenigen Tagen wieder ab“, erklärt Bernd Leonhardt vom KKH-Serviceteam in Göttingen.

Einen idealen Nährboden für Krankheitserreger liefern tierische Lebensmittel wie rohes Fleisch, roher Fisch, Rohmilchprodukte und Eier. Aber auch auf pflanzlichen Produkten wie Sprossen und Tomaten können sich die Erreger ausbreiten. „Ein sorgfältiger Umgang mit Nahrungsmitteln sowie eine einwandfreie Küchen- und Händehygiene sind besonders im Sommer entscheidend, um einer Lebensmittelinfektion vorzubeugen“, rät Leonhardt. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Lebensmittel wie Milch und Wurstwaren verderben bei Hitze schneller. Daher nur kleine Mengen einkaufen, diese im Kühlschrank lagern und zeitnah verbrauchen.
  • Bei Einkaufstouren auf eine durchgängige Kühlkette achten, das heißt: Leicht Verderbliches wie tierische Lebensmittel sowie Gefriergut erst am Schluss des Einkaufs im Supermarkt in den Warenkorb legen, während des Transports in einer Kühltasche verstauen und daheim sofort ab damit in den Kühl- bzw. Gefrierschrank.
  • Vor der Zubereitung von Lebensmitteln die Hände gründlich mit Seife und Wasser waschen. Auch Messer, Schneidebretter und andere Küchenutensilien einschließlich der Arbeitsflächen sowie der Geräte nach jedem Arbeitsgang gründlich reinigen. Das beugt der Übertragung von Keimen beispielsweise von rohem Fleisch auf Salat oder Beilagen vor.
  • Ob Mettbrötchen oder Sushi: An heißen Tagen besser auf rohe oder unbehandelte Nahrungsmittel verzichten. Das gilt vor allem für Risikopersonen wie Kleinkinder, Schwangere, ältere und immunschwache Menschen, denn bei ihnen kann eine Lebensmittelinfektion schwerer verlaufen.
  • Fleisch auf 70 bis 80° C für mindestens zehn Minuten erhitzen, Rühr- und Spiegeleier durchbraten und frischen Fisch so lange garen, bis er undurchsichtig ist. All das tötet die meisten Erreger ab.
  • Lebensmittel vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Leicht verderbliche Ware wie Tiramisu oder auch Speisen mit Mayonnaise, die nicht erhitzt werden, bis kurz vor dem Verzehr kühl halten und dann möglichst rasch verzehren. Grillgut wie Bratwurst und Steaks nie ungekühlt neben dem Grill lagern.
  • Speisereste kühl stellen und vor dem späteren Verzehr nochmal gründlich erhitzen.
  • Auf Mindesthaltbarkeitsdatum und Lagerungsbedingungen auf der Verpackung von Lebensmitteln achten.

Tritt trotz aller Hygiene eine Lebensmittelinfektion auf, sollten Betroffene reichlich trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen – beispielsweise zuckerfreie Flüssigkeiten wie ungesüßten Tee und kohlensäurearmes Wasser. Mit Elektrolytlösungen aus der Apotheke lässt sich der Salzhaushalt ins Lot bringen. Sind Kleinkinder, Schwangere, alte oder immungeschwächte Menschen betroffen, unbedingt einen Arzt aufsuchen. Halten die Beschwerden bei Nicht-Risikopatienten länger als drei Tage an, sollten auch sie einen Arzt um Rat fragen.

Quelle: KKH.de

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